Booser Kirche

Die Geschichte der Booser Kirche

Die Booser Kirche wurde in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaut. In den Akten des Mittelalters wird sie vielfach als Wallfahrtskapelle bezeichnet. Turm, Kirchenschiff und Apsis sind auf den Gewölben und Grundmauern der römischen Villa Rustica erbaut. 

Nach den Recherchen des früheren Pfarrers von Boos, Friedrich Werth, drangen im Jahr 1690 katholische Franziskanermönche in die Booser Kirche ein und erzwangen das Mitbenutzungsrecht (Simultaneum). Bis heute nutzen Katholiken wie Protestanten die Kirche gleichermaßen. 

Wie aus gleicher Quelle zu entnehmen ist, brachen an einem Novemberabend des Jahres 1695 französische Marodeure (Nachzügler) in das Dorf und benutzten die Kirche als Nachtquartier. Als sie am anderen Morgen abzogen, zündeten sie das Stroh an, welches als Nachtlager diente und vernichteten so das gesamte Kirchenschiff. Allein der massive Turm hielt dem Feuer stand. 

Mit Unterstützung der Nassau-Dietzischen Herrschaft und mit Hilfe einer in den Nachbarorten eingesammelten Kollekte erbaute die evangelische Gemeinde auf den Trümmern der alten Kirche in den Jahren 1706 bis 1712 eine neue. 

Im Jahr 1966 wurde die heutige Apsis über den römischen Fundamenten errichtet. 

In den Jahren 2018-2019 hat man die Fassade der Kirche aufwendig restauriert. Die notwendigen finanziellen Mittel stellte der Förderverein Booser Denkmalinsel e.V. zur Verfügung. 

Booser Kirche früher: